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Schlafen mit System – Alles was Sie über das richtige Schlafkissen wissen müssen

Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen. Leider schenken Verbraucher dem Kauf eines Kopfkissens meist viel zu wenig Aufmerksamkeit oder sind nicht richtig informiert, wie ein Kissen den Körper im Schlaf ausreichend unterstützen kann. Meist entscheiden Optik oder Gewohnheit. Dass bei der Wahl des richtigen Kissens jedoch gesundheitliche Aspekte ebenso entscheidend sind, wie Ihre bevorzugte Schlafposition, Körperbau, Körpergewicht, der Härte oder Weichegrad Ihrer Matratze, Allergien oder Ihre Schwitzneigung, das bedenken die wenigsten Menschen. Schlafen mit System, das ist die Maxime von Novaluna. Auch ein Kissen lässt sich nicht pauschalisieren. Durch das richtige Kissen lässt sich der Schlafkomfort erhöhen und Sie werden morgens frisch und erholt in den Tag starten.

Das Novaluna Redaktionsteam hat für Sie die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Worauf muss ich besonders achten?

  • Die Schlafposition und die mit dem Kissen bestimmte Lage spielen eine große Rolle für die Wirbelsäule.
  • Liegen Sie zu niedrig oder zu hoch, sind womöglich Kopf- und Nackenschmerzen vorprogrammiert.
  • Zu hohe Kissen, überstrecken die Halswirbelsäule und verursachen Schmerzen.
  • Zu niedrige Kissen gewähren dem Kopf nicht genügend Unterstützung.
  • Zu harte Kissen können sich nicht der individuellen Kopfform des Schlafenden anpassen und behindern die Funktion der Nerven und Blutgefäße.
  • Je härter die Matratze ist, umso höher muss auch das Kissen sein (je weicher, desto niedriger). Das Kopfkissen muss auf die vorhandene Matratze und deren Stütz-/Einsinkverhalten abgestimmt sein und deshalb auf der Matratze getestet werden.
  • Sollten Sie bemerken, dass zusätzlich Ihre Arme einschlafen, liegt dies meist nicht nur am Kissen, sondern an einer schlecht gepolsterten Schulterzone. Stimmt die Druckentlastung in der Matratze nicht, stimmt auch die Lage des Kopfes nicht mehr.
  • Die alte Kissen-Standardgröße 80x80cm beansprucht unnötig die Schulterpartie. Der Kopfbereich sackt nach unten hin eher ab. Jede Matratze hat eine sogenannte Schulterzone, auf welcher Sie auch direkt mit Ihrer Schulter liegen sollten. Liegen Sie stattdessen auf dem Kissen, kann diese Zone keine Wirkung entfalten. Außerdem ist die Muskulatur unnötig unter Spannung. Mit 40×80 cm sind Sie daher besser beraten.
  • Ihre Schwitzneigung sollte mit einkalkuliert werden. Über den Kopf wird die meiste Wärme abgegeben – somit auch die meiste Feuchtigkeit. Der Körper verliert pro Nacht bis zu 1 ½ Liter Wasser. Jedes Kissen, das nicht atmungsaktiv ist, stört den Schlaf. Feuchte Kissen sind ein Paradies für Milben.
  • Bei Federkernkissen zum Beispiel entstehen durch Feuchtigkeit mit der Zeit Verhärtungen, da die Federn mitunter verkleben.
  • Bei Latex- oder Schaumstoffkissen kommt es zwar seltener zu Verhärtungen, jedoch sammelt sich in allen Fällen im Kissenkern die sog. „Körperasche“. Dies sind kleine Hautschuppen, welche ebenfalls in Verbindung mit Feuchtigkeit einen idealen Nährplatz für Hausstaubmilben darstellen. (siehe Hygienevoraussetzung)
  • Die Kissenform muss zu Ihrem Körper passen. Je tiefer Sie mit der Schulter in die Matratze einsinken, desto mehr verringern Sie den Abstand zwischen Ohr und Matratze. Je breiter Ihre Schultern sind, desto mehr Einsinktiefe ist erforderlich bzw. desto höher muss das Kissen sein.
  • Herkömmliche Kissen (Feder, Latex, Schaumstoff) passen sich dem Kopf- und Nackenbereich nur unzulänglich an. Dadurch entstehen an diesen Partien Druckstellen. Die Folge ist eine Störung der Blutzirkulation. Dadurch kann es zu Nackenverspannungen und (verspannungsbedingter) Migräne sowie einem „betäubten“ Morgengefühl kommen.
  • Mehr als 50 % der Menschen sind Seitenschläfer. Beim Schlafen in der Seitenlage ist wichtig, dass der Kopf stabil gelagert wird, aber nicht überstreckt (zu hohe Kissen) oder abknickt (zu weiche Kissen). Seitenschläfer laufen Gefahr, dass sie durch die falsche Höhe des Schlafkissens ihren Nacken einseitig überdehnen.

Worauf müssen Allergiker/ Asthmatiker und sensible Menschen besonders achten?

  • Allergiker müssen sowohl auf das Material der Füllung als auch auf den Stoff des Bezugs achten.
  • Allergiker benötigen ganz besondere Anforderungen im Bereich, Waschbarkeit, Atmungsaktivität und Material. Einzelne Komponenten sollten trenn- und waschbar sein.
  • Der Körper als auch die Kopfhaut verliert Hautschuppen, die sog. Körperasche. Diese setzt sich in herkömmlichen (Feder-) Kissen, wie auch in einen herkömmlichen Federkern – Matratze ab. Man nimmt diese Bakterien durch die Nase auf. Allergisch reagierende Menschen finden aufgrund der dann eintretenden Atemnot und den allergischen Reaktionen keinen Schlaf mehr.
  • Körperasche bzw. die Hautschuppen, stellen auch in Verbindung mit Feuchtigkeit einen idealen Nährplatz für Hausstaubmilben dar. Die Exkremente der Hausstaubmilben sind extrem schädlich für Allergiker und auch Asthmatiker.
  • Hausstaubmilben (der ausgeschiedene Kot) verursachen in Deutschland bei ca. 15% der Bevölkerung allergische Reaktionen. Diese Immunreaktion äußert sich in verschiedenen Symptomen wie Schnupfen, Niesanfällen, Husten, Juckreiz und Schwellungen der Schleimhäute im HNO-Bereich.
  • Kunstfaser als auch Baumwolle gilt bei sensiblen Menschen mit Material-Unverträglichkeiten als gut verträglich.

Hygiene und Waschbarkeit

  • Der Bezug sollte abnehmbar und waschbar sein. Ideal wären eine Waschbarkeit von 60° und die Möglichkeit der Verwendung eines Trockners.
  • Der Bezug sollte alle 6 Wochen oder mit jedem zweiten Bettwäschewechsel (ca. alle 2 Wochen) gewaschen werden.
  • Häufiges Lüften und Sonnenbäder helfen das Kissen trocken und hygienisch zu halten.

Warum sollte mein Kissen atmungsaktiv sein?

  • Über den Kopf wird die meiste Wärme abgegeben – somit auch die meiste Feuchtigkeit. Jedes Kissen, das nicht atmungsaktiv ist, stört den Schlaf und die Regeneration.
  • Feuchte Kissen sind (wie oben beschrieben) ein Paradies für Milben und somit unhygienisch.

Welches Kissen ist bei einem Wasserbett das Richtige?

Da man bei einem Wasserbett tief mit der Schulter einsinkt, darf das Kissen auf keinen Fall zu hoch sein. Außerdem sollte es sehr atmungsaktiv sein, da sämtliche Wärme und Feuchtigkeit bei einem Wasserbett nach oben abgegeben wird.

Wie entstehen Rückenschmerzen und wie kann ein Kissen helfen?

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben, wie Fehlhaltungen und Fehlbelastungen, organische oder psychische Ursache (z.B. Stress), Übergewicht, schweres Heben oder langes Sitzen am Arbeitsplatz. Durch das richtige Kissen und eine optimale Matratze wird Ihr Körper bestens unterstützt.

Wie lange sollte ein gutes Kissen halten? Bzw. wann sollte es ersetzt werden?

Sobald ein Kissen seine Stützkraft bzw. Festigkeit verliert. Bei guten Kissen im Handel spricht man von einer Haltbarkeit von 2-5 Jahren.

Gibt es ein Kissen das individuell einstellbar ist und die lange Suche nach dem idealen Kissen ersparen kann?

Derzeit finden Sie ganz neu bei Novaluna das Dormacare® Kissen, welches aus vier Komponenten besteht. Das Kissen lässt sich mit seinem zähfliesenden Fluid (im Volumen einstellbar) und abgestimmter Menge Füllflocken, individuell auf Ihre Bedürfnisse einstellen und ist mit einem speziellen waschbaren Allergie-Bezug versehen.

Fazit

Ein Kissen ist genauso individuell wie eine Matratze. Das Kissen optimiert den Schlafplatz und ist daher die perfekte Ergänzung zu einer erstklassigen Matratze.

Wir wünschen Ihnen einen guten und erholsamen Schlaf!

Ihr NOVALUNA Redaktions-Team